einige Schreib-Tipps
Begabung erkennt man nicht zuletzt an dem Mut, ihr zu folgen.
Zu einem Ziel kann man auch "verurteilt" sein.
Es gibt keine "Flugverbindung" zur Kunst.
Schreiben heisst arbeiten.
Der Mensch ist lernfähig bis ins hohe Alter.
Wem keine andere Wahl bleibt, dem wird Anstrengung zur Gewohnheit.
Der Schriftsteller schwimmt gegen den Strom.
Der Schriftsteller muß sich durchsetzen.
Sich zu entscheiden, sich festzulegen heißt verzichten.
Ein Schriftsteller muß sich "loslassen" können.
Versachlichen Sie Ihre Persönlichkeit.
Blicken Sie beim Schreiben nicht in den Spiegel.
Kraftanstrengung beim Schreiben ist nur so lange sinnvoll, als sie in der Bewegungsrichtung des Textes verläuft.
Verlassen Sie nicht den Weg, den der Text selbst erfordert.
Schreiben lernen heißt auch umzuschreiben und neu zu schreiben.
Lernen Sie auch "gegen sich selbst" zu denken.
Erweitern Sie Ihr Bewusstsein.
Unterdrücken Sie nicht ihre instinktiven Reaktionen.
Bündeln sie ihre Aufmerksamkeit.
Steigern Sie Ihr Wachsein, Ihre Empfindlichkeit, die Schärfe Ihres Blicks.
Lernen Sie es, Eindrücke nicht nur aufzunehmen, sondern zu verarbeiten.
Oft ist es besser, Sie vergessen, was Sie ursprünglich gewollt haben und nehmen dann um so leichter das auf, was die Sachlage selbst erfordert.
Die Phantasie ist immer findiger als Ihr Verstand.
Schöpferisches Denken muß Verbindung zu den älteren Strukturen des Gehirns unterhalten.
Nehmen Sie Ihre Phantasie in Zucht.
Geben Sie sich nicht mit dem, was sich als einleuchtend anbietet, zufrieden.
Achten Sie darauf, dass Ihnen die Neugier nicht abhanden kommt.
Denken, das vom übrigen Menschen getrennt ist, dörrt aus.
Schöpfen Sie aus dem "überpersönlichen Gedächtnis" in Ihrem Gehirn: aus den tief eingegrabenen Erinnerungen.
Greifen Sie, wenn Sie denken, auf Urbilder zurück.
Seien Sie bereit für das, was "hinter der Ecke" kommt.
Zum Ergebnis kommen Sie oft nur auf Umwegen.
Was beim Schreiben herauskommt, das Ergebnis, entsteht nur während des Schreibens, nicht vorher.
Scheuen Sie sich nicht, unoekonomisch vorzugehen.
Gute Texte entstehen nicht durch glattes Arbeiten. Die Geschicklichkeit ist der Tod der Kunst.
Schieben Sie den Text hin und her.
Bleiben Sie auch selbst in Bewegung!
Widerstände, Kanten und Ecken lassen Sie so erst richtig in Schwung kommen.
Ohne Spannungen im Gefüge gibt es keinen guten Text.
Bosseln Sie.
Aus lauter kleinen Maschem knüpft man das Netz.
Geben Sie Ihrem Text eine Struktur.
Was keine Gestalt, kein inneres Gerüst hat, das zerfließt.
Manchmal denkt nicht der Schriftsteller, sondern "es" denkt in ihm.
Wer finden will, muß suchen.
Achten Sie darauf, dass Sie an Ihren Einfällen nicht vorübergehen.
Bleiben Sie für Einfälle wach und locker.
Alles Verstehen fängt mit dem Bewundern an.
Allem Schreiben liegt Bewegung zugrunde.
Wer auf der Suche ist, macht sich auf den Weg.
Nichts geht leichter zugrunde, als ein Einfall, der sich selbst erkennt.
Halten Sie den Einfall im Rohzustand fest.
Schweigen Sie über jede noch unfertige Arbeit. Sonst kippen Sie Ihr schöpferisches Gleichgewicht.
Jede schriftstellerische Arbeit muß darauf zielen, die anderen Menschen zu erreichen.
von
Funkenflug